Der rechte und linke Fazialisnerv steuert die mimischen Bewegungen der jeweiligen Gesichtshälfte. Als sichtbarste Folge einer Lähmung kann die Motorik, also die Bewegung, der betroffenen Gesichtshälfte eingeschränkt oder sogar komplett ausfallen. In der Regel ist eine Gesichtshälfte und nur in seltenen Fällen beide Seiten betroffen.
Bei einem Ausfall des Nervs treten unter anderem folgende Symptome auf:
Die periphere Fazialisparese ist die häufigste Form einer Hirnnervenlähmung.
Die Inzidenz wird mit 20–50 Fällen pro 100 000 Einwohner pro Jahr geschätzt.
ACHTUNG: Es ist dringend vor unbedachten, eigenständigen Gesichtsübungen aus dem Netz zu warnen. Diese können in manchen Fällen sogar schaden! Wenden Sie sich an eine spezialisierte Therapeutin.
Korrigendum: Im Podcast hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Die Krokodilstränen oder Tränenfluss beim Essen entstehen nicht durch falsch ausgesprosste motorische Fasern sondern durch aberrant ausgesprosste Speicheldrüsen-Fasern.
Je nach Ursache einer Gesichtslähmung kann der erste, zentrale Anteil oder der zweite, periphere Anteil des Nervs geschädigt sein. Die Ursache soll beim Auftreten von oben beschriebenen Symptomen so schnell wie möglich abgeklärt werden. Sowohl im Falle eines Hirnschlages wie auch bei anderen Ursachen ist eine frühe Behandlung entscheidend für die Prognose!
Eine sofortige medizinische Abklärung ist äusserst wichtig!
Bei einer peripheren Fazialisparese ist das zweite Axon (der zweite Abschnitt) des siebten Hirnnervs geschädigt. MEHR...
Im Gegensatz zu einer zentralen Lähmung ist bei einer peripheren Lähmung die gesamte Gesichthälfte in der Funktion eingeschränkt und nicht nur Wange und Mund betroffen. MEHR...
Je nach Ort der Schädigung können neben der Motorik des Gesichts auch andere Modalitäten wie beispielsweise die Sekretion von Tränen geschädigt sein. MEHR...
