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Faserqualitäten des siebten Hirnnervs

Faserqualitäten

Von insgesamt rund 10'000 Nervenfasern sind 7'000 Fasern zuständig für die Ansteuerung der Gesichtsmuskeln.

Neben motorischen Fasern beinhaltet der Fazialisnerv aber auch Fasern, die beispielsweise zuständig sind für Geschmackswahrnehmung, Tränensekretion, oder Speichelproduktion.

Von insgesamt rund 10'000 Nervenfasern sind 7'000 Fasern zuständig für die Steuerung der Gesichtsmuskeln.


fasern, die Drüsen steuern

Die viszeralen Fasern steuern die Absonderungen folgender Drüsen:

 

  • Tränendrüsen im Oberlid
  • Speicheldrüsen im Unterkiefer
  • Schleimhaut der Nase
  • Schleimhaut des Gaumens

Fasern, die Berührung ans Hirn leiten

Einige Fasern senden sensorische Eindrücke wie Berührung, Kälte oder Schmerz ans Hirn. Dazu gehören folgende Regionen:

  • kleiner Bereich der Ohrmuschel (Gehörgang und Trommelfell)
  • kleiner Bereich hinter dem Ohr

 

Fasern, die Geschmack ans Hirn leiten

Andere Fasern transportieren Geschmacksinformationen zum Hirn. Folgene Regionen sind vom Fazialisnerv versorgt:

  • Geschmackseindrücke der vorderen 2/3 der Zunge wie bitter, salzig, süss, sauer und umami
  • Geschmackseindrücke des Gaumens 


Symptome lassen Rückschlüsse auf den Ort der Schädigung Zu

Aufgrund der Art der Symptome, die eine Patient:in erlebt, lassen sich Rückschlüssse auf den Ort der Nervenschädigung ziehen. 

  • Ausschliesslich motorische Ausfälle deuten auf eine Schädigung des Nervs nach dem Austritt aus dem Schädel, also auf den letzten Teil des Fazialisnervs
  • ein zusätzlicher Ausfall des Stapediusreflexes, der zu einer Geräuschempfindlichkeit führt, deutet auf eine Schädigung nach dem Ganglion geniculi, also bereits ein Stockwerk höher, hin.
  • Ausfälle der Motorik, der Tränendrüsensekretion, des Geschmacksempfindens und eine massive Geräuschempfindlichkeit deuten auf eine Schädigung des Nervs nahe beim Hirnnerven-Kern im Hirnstamm oder im innern Gehörgang hin.

Zusammen mit Informationen zum Zeitpunkt der Lähmung (urplötzlich oder schleichend) oder zusätzlichen Beschwerden wie Schwindel, vorausgehendem Sturz oder anderen Erkrankungen, wird die Suche nach der Ursache der Lähmung mit unterschiedlichen Methoden durchgeführt. Bei Verdacht auf einen Infekt wird eine Blutuntersuchung oder gelegentlich auch eine Untersuchung des Liquors durchgeführt. Nach Unfällen oder bei Verdacht auf tumoröse Ursachen werden bildgebende Techniken wie Ultrachall, Röntgenbilder, CT oder MRI durchgeführt.