Mit wenigen Ausnahmen werden die Bewegungen des Gesichts vom Nervus facialis (7. Hirnnerv) gesteuert.
Ausnahme I
Der Augenlidheber (M. levator palpebrae superioris) wird durch den dritten Hirnnerv, N. oculomotorius, gesteuert. Der Lidschluss erfolgt dagegen über den M. orbicularis oculi, der vom Fazialisnerv innerviert wird. Deshalb kann das Auge bei einer Fazialislähmung geöffnet aber nicht geschlossen werden.
Ausnahme II
Die Kaumuskulatur, u. a. der grosse Kaumuskel (Masseter), wird vom fünften Hirnnerv, N. trigeminus (motorischer Ast, N. mandibularis), innerviert. Damit sind Kieferschluss-Bewegungen bei einer Fazialisparese nicht betroffen.
Bei einer kompletten Lähmung (Paralyse) ist es dem Patienten nicht mehr möglich, die betroffene Gesichtshälfte zu bewegen. Bei einer Parese oder inkompletten Lähmung zeigt sich eine geringere Beweglichkeit im Vergleich zur gesunden Gesichtshälfte.
Auf der betroffenen Seite lassen sich beispielsweise beobachten:
Die Patient:innen leiden unter Schwierigkeiten:
